Weltneuheit reduziert schädliche Dieselemissionen

Anonim

Eine von der Loughborough University entwickelte branchenweit erste Technologie hat das Potenzial, Stickoxid (NOx) -Emissionen in Dieselmotoren deutlich zu reduzieren.

Im Jahr 2015 schätzte die Regierung, dass die Belastung durch NOx- und Partikelemissionen von Dieselmotoren im Vereinigten Königreich zu rund 52.000 zusätzlichen Todesfällen führt. NOx-Emissionen sind auch die Hauptursache für Smog in den großen Städten der Welt und ein wachsendes Problem für die öffentliche Gesundheit.

Dies hat zu einem wachsenden Druck auf die Fahrzeughersteller geführt, die Motoremissionen zu reduzieren, wobei die neuen europäischen NOx-Reduktionsziele für On-Highway- und Heavy-Duty-Dieselfahrzeuge so niedrig sind, dass sie kaum noch zu erfüllen sind.

Die Ammoniak-Erschaffungs- und Umwandlungstechnologie (ACCT), die von Akademikern der Fakultät für Maschinenbau, Elektrotechnik und Fertigungstechnik der Universität geschaffen wurde, erhöht effektiv die Kapazität bestehender Systeme zur Nachbehandlung von Motoren.

Derzeit sind fast alle neuen Dieselfahrzeuge mit einem SCR-System (Selective Catalytic Reduction) ausgestattet, um zu versuchen, das bei der Verbrennung entstehende NOx zu entfernen. Dieses System verwendet AdBlue zur sicheren Bereitstellung des Ammoniaks, der zur Reduzierung von NOx in harmlosen Stickstoff und Wasser benötigt wird.

Der Nachteil ist, dass AdBlue nur bei hohen Abgastemperaturen von typischerweise über 250 ° C gut funktioniert. Daher arbeitet der SCR nicht notwendigerweise bei allen Motorbedingungen, beispielsweise während kurzer Stopp-Start-Fahrten, insbesondere in städtischen Gebieten oder auf Baustellen.

Darüber hinaus kann der Einsatz von AdBlue bei diesen problematischen niedrigeren Temperaturen zu schweren Verstopfungen der Auspuffanlage und damit zu Motorschäden führen.

ACCT ist eine AdBlue-Konvertierungstechnologie, die AdBlue mithilfe von Abwärme so modifiziert, dass es bei diesen niedrigeren Abgastemperaturen effektiv arbeitet. Durch die erhebliche Erweiterung des Temperaturbereichs, in dem SCR-Systeme betrieben werden können, verbessert die neue Technologie die bestehenden NOx-Reduktionssysteme erheblich.

ACCT ist die einzige Technologie dieser Art auf der Welt.

Loughboroughs Professor Graham Hargrave, ein international anerkannter Experte für die Optimierung von Verbrennungsmotoren, entwickelte die Technologie zusammen mit dem Research Associate Jonathan Wilson.

"Wir sind alle mit dem" Kaltstart "vertraut, bei dem Dieselfahrzeuge giftige Emissionen ausstoßen, bevor ihre katalytischen Systeme auf Temperatur sind und effektiv arbeiten können", erklärt Professor Hargrave.

"Leider erreichen viele Motoren bei kurzen Stopp- / Startfahrten wie Bussen und Baustellenfahrzeugen nie die optimale Temperatur, die für einen effizienten Betrieb der SCR-Systeme erforderlich ist. Das Ergebnis ist eine übermäßige Freisetzung von NOx in die städtische Umgebung, insbesondere in großen Mengen Städte.

"Unser System ermöglicht es den SCR-Systemen, bei viel niedrigeren Temperaturen zu arbeiten - bis zu 60 ° C. Das bedeutet, dass das NOx-Reduktionssystem über den gesamten realen Fahrzyklus aktiv bleibt, was zu einer signifikanten Reduzierung der Auspuffemissionen führt."

Derzeit ist die Loughborough-Technologie für LKWs ausgelegt, das gleiche System ist jedoch für den Einsatz in allen Dieselfahrzeugen voll skalierbar.

"Für den Heavy-Duty-Markt gibt es derzeit keine brauchbare Alternative zum Dieselmotor und wird noch viele weitere Jahre in Betrieb sein", fügte Jonathan Wilson hinzu. "Es werden jetzt Systeme benötigt, die die NOx-Emissionen bekämpfen, um dazu beizutragen, die Zahl der durch Luftverschmutzung bedingten Todesfälle zu verringern und die Fahrzeughersteller in die Lage zu versetzen, die von der Regierung festgelegten Emissionsziele zu erreichen. ACCT ist die Antwort."

Chris Thorne, Chief Technology Officer für Heavy Duty Vehicles des Energy Technology Institute (ETI), sagte: "Die kürzlich von Loughborough entwickelte ACCT-Technologie hat nach einer kurzen Überprüfung das Potenzial, gasförmiges Ammoniak bei Temperaturen deutlich unter 190 ° C zu produzieren Dies ermöglicht eine höhere Umwandlungseffizienz und niedrigere NOx-Emissionen.

"Es ist wahrscheinlich, dass die Emissionsgesetzgebung noch strenger wird und die Fahrzeughersteller Technologien entwickeln müssen, um dem entgegenzuwirken, und wir sind überzeugt, dass die ACCT-Technologie weiterentwickelt werden sollte, um diese Herausforderung in der realen Welt anzugehen."

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