Das genaueste Bild von Zika schafft noch Potenzial für Therapeutika

VMworld 2017 Europe – General Session Tag 1 (Juni 2019).

Anonim

Die Forscher haben das bisher genaueste Bild von Zika erstellt, indem sie mögliche drogenbindende Taschen auf der Oberfläche des Virus finden und den Weg für die Impfstoffentwicklung ebnen.

Purdue-Forscher waren die ersten, die 2016 die Struktur des Zika-Virus entdeckten. Mit Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) erzeugten sie ein Bild des Virus mit einer Auflösung von 3, 8 Ångström, einer Einheit, die die Größe von Atomen und Atomen ausdrückt Moleküle. Jetzt haben sie diese Zahl auf 3, 1 reduziert und sind damit näher an atomare Details des Virus gekommen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Structure (Cell Press) veröffentlicht.

"Dies ist das genaueste Bild, das wir bisher vom Virus haben", sagte Michael Rossmann, der Hanley Distinguished Professor für biologische Wissenschaften in Purdue. "Diese Ergebnisse werden uns Wege geben, antivirale Verbindungen effizient zu entwickeln und eine Basis für strukturbasiertes Impfstoffdesign zu schaffen."

Das Forscherteam verwendete neue Methoden zur Viruspräparation und aktualisierte Datenverarbeitungstechniken, um diese verbesserte Auflösung zu erhalten. Das Ergebnis von cryo-EM ist eine Elektronenpotentialkarte, die durch Aufbau eines atomaren Modells interpretiert werden kann. Die beste Anpassung zwischen dem Modell und der Karte wird durch statistische Anpassungen erreicht, die als "Verfeinerung" bezeichnet werden.

"Unser Team hat die routinemäßigen kristallographischen Verfeinerungsmethoden erweitert und optimiert", sagte Rossmann.

Das Zika-Virus gehört zur Familie der Flaviviren, die von Moskitos und Zecken übertragen werden. Rossmanns Team verglich die neue Zika-Struktur mit anderen Flaviviren wie Dengue, West Nile und dem Japanischen Enzephalitis-Virus, die strukturell ähnlich sind, aber unterschiedliche Krankheitssymptome verursachen. Das Zika-Virus führt dazu, dass Babys mit abnormal kleinen Köpfen und manchmal kleineren Gehirnen geboren werden, ein Zustand, der als Mikrozephalie bekannt ist und bei Erwachsenen zu einem Guillain-Barré-Syndrom führen kann. Dengue-Fieber hingegen verursacht grippeähnliche Symptome und Hautausschläge.

"Wir verglichen die Oberflächeneigenschaften dieser Viren und beobachteten Unterschiede in der Landschaft der Oberflächen-exponierten Rückstände", sagte Madhu Sevvana, Postdoktorandin bei Purdue und Hauptautor der Studie. "Wir haben strukturelle Unterschiede an der Oberfläche gefunden, die ein Ausgangspunkt für weitere Mutationsanalysen sein könnten."

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