Mikrobenstudie hebt grönländische Eisschildtoxizität hervor

Anonim

Die grönländische Eisdecke wird oft als unberührte Umwelt angesehen, aber neue Forschungen haben ergeben, dass dies möglicherweise nicht der Fall ist.

Eine dänisch geführte Studie, die heute in der Zeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht wurde, untersuchte, wie Mikroben aus dem Eisschild das Potenzial haben, global emittierten Kontaminanten wie Quecksilber, Blei, PAK und PCB zu widerstehen und diese zu zersetzen.

Dr. Aviaja Hauptmann, von der Universität von Grönland, leitete die Forschung. Sie sagte: "Weltweit emittierte Schadstoffe sammeln sich in der Arktis an und werden in den gefrorenen Umgebungen der Kryosphäre gespeichert, was im Wesentlichen bedeutet, dass sie zu Reservoirs für giftige Chemikalien geworden sind.

"Unser Verständnis davon, wie biologische Prozesse mit der Kontamination in der Arktis interagieren, ist begrenzt, weshalb wir hoffen, dass unsere Studie einen großen Schritt nach vorne beim Verständnis und bei der Lösung dieses Problems darstellt."

Die Forscher nahmen Proben von mehreren Oberflächeneisorten auf dem grönländischen Eisschild, die sie mithilfe metagenomischer Daten und klassifizierter Genome analysierten. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die mikrobiellen Gemeinschaften, die in den Eisschichten gefunden werden, das Potenzial haben, Verunreinigungen zu widerstehen und abzubauen.

Dr. Hauptmann sagte: "Das mikrobielle Potenzial, anthropogene Schadstoffe, einschließlich polychlorierte Biphenyle (PCB), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und die Schwermetalle Quecksilber und Blei abzubauen, ist weit verbreitet und nicht auf Regionen beschränkt, die menschlichen Aktivitäten nahe stehen. "

Sie fanden auch heraus, dass gruppierte Genome große Ähnlichkeiten mit Mikroorganismen aufwiesen, die aus kontaminierten Lebensräumen isoliert wurden. Da das genetische Potenzial von Schadstoffresistenz und -abbau in der Regel auf das Vorhandensein der relevanten Schadstoffe hinweist, weisen ihre Ergebnisse darauf hin, dass das grönländische Eisschild aus mikrobiologischer Sicht keine unberührte Umwelt darstellt.

Dr. Hauptmann fügte hinzu: "In dieser sich schnell verändernden Umwelt muss der potenziellen Freisetzung anthropogener Schadstoffe mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Da die Eisschilde aufgrund des Klimawandels schmelzen, haben sie das Potenzial, nicht nur den Meeresspiegel zu erhöhen, sondern auch die Umwelt zu verschmutzen Umwelt um sie herum durch die Freisetzung anderer anthropogener Schadstoffe, die sich in ihnen angesammelt haben. "

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