Organe transparent machen, um die Nanomedizin zu verbessern

Webphänomen - Colas plötzlich klar | Galileo (March 2019).

Anonim

Die Behandlung einer Krankheit ohne Nebenwirkungen ist eines der großen Versprechen der Nanopartikel-Technologie. Aber es zu erfüllen, bleibt eine Herausforderung. Eines der Hindernisse besteht darin, dass es den Forschern schwer fällt zu erkennen, wohin Nanopartikel in verschiedenen Teilen des Körpers gelangen. Aber jetzt hat ein Team eine Möglichkeit entwickelt, dieses Problem zu lösen, indem es Gewebe und Organe im Labor klarer macht. Ihre Studie über Mäuse erscheint in der Zeitschrift ACS Nano.

Wissenschaftler versuchen, Nanopartikel zu entwerfen, die eine therapeutische Ladung direkt an eine Krankheitsstelle liefern. Dieses gezielte Targeting könnte helfen, die unangenehmen Nebenwirkungen zu vermeiden, die Patienten empfinden, wenn ein Medikament in gesunde Bereiche im Körper gelangt. Aber Barrieren, wie Blutgefäßwände, können Partikel davon abhalten, ihr beabsichtigtes Ziel zu erreichen. Um solche Hindernisse zu umgehen, müssen Wissenschaftler besser verstehen, wie Nanopartikel mit Strukturen im Körper interagieren. Die derzeitigen Techniken sind jedoch begrenzt. Warren CW Chan und seine Kollegen wollten eine Methode entwickeln, um besser verfolgen zu können, wo Nanopartikel in Gewebe gelangen.

Die Forscher injizierten ein Acrylamid-Hydrogel in Organe und Gewebe von Mäusen entfernt. Das Gel verknüpfte alle Moleküle miteinander, mit Ausnahme der Lipide, die dafür verantwortlich sind, dass das Gewebe undurchsichtig erscheint. Die Lipide wurden leicht weggespült, wobei das Gewebe klar, aber ansonsten intakt blieb. Mit dieser Technik könnten die Forscher Nanopartikel in einer Tiefe von mehr als 1 Millimeter abbilden, was 25-mal so tief ist wie bei bestehenden Methoden. Zusätzlich zu den Wissenschaftlern, die verstehen, wie Nanopartikel mit Tumoren und Organen interagieren, könnte der neue Ansatz auch zu Tissue Engineering-, Implantat- und Biosensor-Anwendungen beitragen, sagen die Forscher.

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