Juno zeigt, dass Jupiters Magnetfeld sich sehr von dem der Erde unterscheidet

Anonim

Ein Team von Forschern, die mit verschiedenen Institutionen in den USA in Verbindung stehen, darunter die NASA und ein Paar aus Dänemark, haben herausgefunden, dass das Magnetfeld von Jupiter sich stark von dem der Erde unterscheidet. In ihrem in der Zeitschrift Nature veröffentlichten Artikel beschreibt die Gruppe ihre Erforschung des Planeten anhand von Daten der Juno-Raumsonde und was sie gefunden haben. Chris Jones, mit der University of Leeds, bietet ein News and Views Stück über die Arbeit des Teams in der gleichen Zeitschrift Ausgabe.

Die NASA hat Juno 2011 in den Weltraum gestartet und 2016 in eine enge Umlaufbahn um Jupiter eingedrungen - nur 4.000 Kilometer über seiner Oberfläche. In den letzten zwei Jahren hat es das Magnetfeld des Planeten überwacht. In dieser neuen Anstrengung enthüllen die Forscher, was die Daten zeigen.

Wenn man das Magnetfeld eines Planeten kartographiert, ist es üblich, farbige Linien zu verwenden, um den magnetischen Fluss zu zeigen. Das macht das Magnetfeld der Erde so, dass Linien vom Nordpol ausgehen und dann am Südpol zurückkreisen. Das Ergebnis ähnelt einem riesigen Stabmagneten. Aber die Forscher berichten, dass die Dinge bei Jupiter anders sind. Es hat zwar Flusslinien, die von seinem Nordpol ausgehen, aber es hat auch zwei Rückkehrpunkte, und nicht nur Eins ist nahe seinem Südpol, das andere nahe seinem Äquator. Auch auf der Erde bevorzugen Teile des Magnetfeldes keinen der Pole und sind stattdessen zwischen den beiden verteilt. Mit Jupiter sind die gleichen Arten von Magnetfeldern fast alle in der nördlichen Hemisphäre.

Es kommt auch darauf an, wie die Magnetfelder erzeugt werden. Es wird angenommen, dass das Magnetfeld der Erde durch seinen inneren Dynamo erzeugt wird - das Aufwirbeln von elektrisch leitenden Flüssigkeiten im Kern. Es wird jedoch angenommen, dass Jupiter aus Helium und Wasserstoff besteht, die nicht sehr leitfähig sind. Dies hat zu Theorien geführt, die darauf hindeuten, dass der große Druck, der im Inneren des Planeten ausgeübt wird, zur Bildung von flüssigem metallischem Wasserstoff führt, der, wie sein Name andeutet, sehr ähnlich wie ein Metall ist.

Die Forscher bemerken, dass es bis jetzt keine Daten gibt, die das seltsame Magnetfeld Jupiters erklären könnten, sondern dass es wahrscheinlich etwas mit der einzigartigen inneren Struktur des Planeten zu tun hat.

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