Insektenfressende Vögel verbrauchen jährlich so viel Energie wie die Stadt New York

Emma Teeling: The secret of the bat genome (April 2019).

Anonim

Insektenfressende Vögel, vertreten durch mehr als 6.000 Arten, sind weltweit in allen wichtigen Landökosystemen anzutreffen. Die Tatsache, dass sie als natürliche Feinde pflanzenfressender Insekten äußerst nützlich sind, war seit einiger Zeit bekannt. Zoologen der Universität Basel, der Universität von Utah (Salt Lake City), der Universität von Illinois (Chicago) und der Universität Koç (Istanbul) haben nun Berechnungen durchgeführt, um ihre globale ökologische Bedeutung hervorzuheben.

Vergleichbar mit dem menschlichen Verzehr von Fleisch und Fisch

Basierend auf diesen Schätzungen haben die insektenfressenden Vögel der Welt ein Gesamtgewicht von rund 3 Millionen Tonnen. Jedes Jahr essen sie 400 bis 500 Millionen Tonnen Insekten und andere Arthropoden wie Tausendfüßler und Spinnen. So konsumieren die insektenfressenden Vögel der Welt jährlich etwa die gleiche Energiemenge wie eine Megacity von der Größe New Yorks, die einen Wert von etwa 2, 8 Exajoule hat.

Die Futtermenge, die von insektenfressenden Vögeln aufgenommen wird, ist ähnlich der der Weltbevölkerung, die nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) etwa 400 Millionen Tonnen Fleisch und Fisch pro Jahr verzehrt. Nach früheren Schätzungen ist bekannt, dass die weltweite Gemeinschaft der Spinnen jährlich zwischen 400 und 800 Millionen Tonnen konsumiert.

Bedeutung von Waldvögeln

Waldvögel fressen etwa 300 Millionen Tonnen, das sind etwa drei Viertel der weltweit von den insektenfressenden Vögeln gesammelten Beutetiere. Auf der anderen Seite werden in den verbleibenden Ökosystemen wie Grasland, Savanne, Ackerland, Wüsten und arktischer Tundra viel weniger Insekten verbraucht. Besonders während der Brutzeit, wenn die Vögel ihren Nestlingen eiweißreiche Beute geben, werden Milliarden von pflanzenfressenden Insekten gefangen, einschließlich potentiell schädlicher Raupen und Käfer. "Auf diese Weise tragen Vögel - gemeinsam mit anderen natürlichen Feinden wie Spinnen und Ameisen - zur natürlichen Schädlingsbekämpfung bei, die zu weniger Schädlingsbefall führt", sagt PD Dr. Martin Nyffeler, der die Studie an der Universität Basel leitete.

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