Verborgene Geheimnisse von Orions Wolken

Das Geheimnis der Pyramiden und des Orion (2015) (Juli 2019).

Anonim

Dieses spektakuläre neue Bild ist eines der größten Nahinfrarot-Hochauflösungs-Mosaike der Orion-A-Molekülwolke, der nächsten bekannten massereichen Sternenfabrik, die etwa 1350 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. Es wurde mit dem VISTA-Infrarot-Vermessungsteleskop am ESO-Paranal-Observatorium in Nordchile aufgenommen und enthüllt viele junge Sterne und andere Objekte, die normalerweise tief in den staubigen Wolken vergraben sind.

Das neue Bild der VISION-Studie (Vienna Survey In Orion) ist eine Montage von Bildern, die mit dem VISTA-Vermessungsteleskop am ESO-Paranal-Observatorium in Chile im nahen Infrarot aufgenommen wurden. Es deckt die gesamte Orion-A-Molekülwolke ab, eine der beiden riesigen Molekülwolken im Orion-Molekülwolkenkomplex (OMC). Orion A erstreckt sich etwa acht Grad südlich des bekannten Teils des Orion, der als Schwert bekannt ist.

VISTA ist das weltweit größte Teleskop zur Vermessung und verfügt über ein großes Sichtfeld mit sehr empfindlichen Infrarot-Detektoren, Eigenschaften, die es ideal machen, um die tiefen, qualitativ hochwertigen Infrarotbilder zu erhalten, die für diese ambitionierte Untersuchung benötigt werden.

Die VISION-Umfrage hat zu einem Katalog geführt, der fast 800 000 individuell identifizierte Sterne, junge Sternobjekte und ferne Galaxien enthält. Dies bedeutet eine bessere Tiefe und Abdeckung als jede andere bisher durchgeführte Untersuchung dieser Region.

VISTA kann Licht sehen, das das menschliche Auge nicht sehen kann, so dass Astronomen viele ansonsten verborgene Objekte in der Sternwarte identifizieren können. Sehr junge Sterne, die in Bildern mit sichtbarem Licht nicht zu sehen sind, werden sichtbar, wenn sie bei längeren Infrarotwellenlängen beobachtet werden, wo der Staub, der sie umhüllt, transparenter ist.

Das neue Bild stellt einen Schritt zu einem vollständigen Bild der Sternentstehungsprozesse in Orion A dar, sowohl für Sterne mit niedriger als auch mit hoher Masse. Das spektakulärste Objekt ist der glorreiche Orionnebel, auch Messier 42 genannt, der links vom Bild zu sehen ist. Diese Region ist Teil des Schwertes der berühmten hellen Konstellation von Orion (The Hunter) (Sternbild). Der VISTA-Katalog umfasst sowohl vertraute Objekte als auch neue Entdeckungen. Dazu gehören fünf neue junge stellare Objektkandidaten und zehn Kandidaten für Galaxienhaufen.

An anderer Stelle des Bildes können wir in die dunklen Molekülwolken des Orion A schauen und viele verborgene Schätze entdecken, einschließlich Materialscheiben, die neue Sterne hervorbringen könnten (vor-stellare Scheiben), mit neugebornen Sternen verbundene Nebel (Herbig-Haro-Objekte)), kleinere Sternhaufen und sogar Galaxienhaufen weit außerhalb der Milchstraße. Die VISION-Studie ermöglicht es, die frühesten Entwicklungsphasen junger Sterne in nahe gelegenen Molekülwolken systematisch zu untersuchen.

Dieses eindrucksvoll detaillierte Bild von Orion A stellt eine neue Beobachtungsgrundlage für weitere Studien zur Stern- und Clusterbildung dar und unterstreicht erneut die Kraft des VISTA-Teleskops, weite Bereiche des Himmels im nahen Infrarotbereich schnell und tief abzubilden.

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