Ein weiterer Satellitenstart für das europäische Erdbeobachtungssystem

Nasa testet Raketenstart: Feuerwerk auf dem Testgelände (Kann 2019).

Anonim

Europa wird am kommenden Dienstag einen vierten Satelliten für sein ehrgeiziges Copernicus Earth-Monitoring-Projekt starten, um die sich ändernde Landbedeckung und -verschmutzung zu verfolgen, sagte die Startfirma Arianespace.

Der Satellit Sentinel-2B wird mit einer Vega-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana um 0:49 Uhr GMT abgesetzt, teilte das Unternehmen mit.

"Der Sentinel-SB-Erdbeobachtungssatellit konzentriert sich hauptsächlich auf die Überwachung von Landmassen und Küstenzonen auf der ganzen Welt", sagte Arianespace in einer Erklärung.

Seine Daten werden zum Beispiel zur Überwachung der Veränderungen der Waldbedeckung und der Verschmutzung in Seen und Küstengewässern verwendet.

Der Orbiter wird direkt gegenüber von Sentinel-2A positioniert sein, das im Juni 2015 gestartet wurde.

"Die beiden Sentinel-2-Satelliten werden die gesamte Erdoberfläche in fünf Tagen abdecken", sagte Arianespace, der Satelliten für die Europäische Kommission und die Europäische Weltraumorganisation ESA startet.

"Diese hohe Frequenz bedeutet, dass sie brandneue Ansichten der Erde erfassen werden, was zu beträchtlichen Fortschritten bei der Überwachung und Vorhersage von Veränderungen der Vegetation und der Wasserverschmutzung führen wird."

Sentinel-1A wurde im April 2014 und Sentinel-1B zwei Jahre später eingeführt. Sie sind mit einem speziellen Radar ausgestattet, mit dem sie die Erdoberfläche bei Tag und bei Nacht unabhängig vom Wetter überwachen können.

Die Zwillinge sollten alles von Eisbergen und Ölteppichen bis zum illegalen Holzeinschlag aufspüren.

Weitere noch zu startende Satelliten werden sich auf Ozeandaten und die Erdatmosphäre konzentrieren.

Durch die Kartierung von Gebieten, die von Überschwemmungen oder Erdbeben heimgesucht werden, wird Copernicus auch in der Lage sein, Notfallteams dabei zu unterstützen, am schlimmsten betroffene Gebiete zu identifizieren und passierbare Straßen, Eisenbahnlinien und Brücken zu finden.

Das Programm wurde nach dem polnischen Astronomen aus dem 16. Jahrhundert benannt, der feststellte, dass die Erde die Sonne umkreiste und nicht umgekehrt, wie es die Konvention damals hatte.

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